Die Wogen, aufgewühlt durch die Übernahmeschlacht zwischen den Lebensmittel-Giganten wischen alle Formen grammatischen Anstands zur Seite. Kein Wunder, sind doch einige Tausend Arbeitsplätze betroffen. Das Volk quittiert dieses Elefantenrennen teils mit Verzweiflung, teils mit Sarkasmus („Papa, müssen wir jetzt alle verhungern?“)

Und wo Emotionalität herrscht, findet der Sprachkritiker reiche Beute, zum Beispiel bei Sätzen wie diesem: „… und so stehen die Zukünfte der Kolleginnen und Kollegen auch hier (auf dem Spiel).“

Es wäre ja auch ein mieser Betriebsratsvorsitzender, der sich nur eine Zukunft je Arbeittnehmer ausmalen kann.