Erstaunliches erfährt man von einer Guerilla-Truppe im medialen Maquis, die Gutes bewirkt, indem sie Gutes verkündet. Wie das? Offenbar funktioniert das so: Das Gute, das verkündet wird, ist falsch. Die Gruppe wendet sich im Namen eines bestimmten Unternehmens mit gefakten Pressemitteilungen, auch über Internet, an die Öffentlichkeit, in denen sie das Gute, das das Unternehmen angeblich getan hat, in leuchtenden Worten schildert. Dem Unternehmen, so unter Zugzwang gesetzt, fällt in diesem Spiel die undankbare Aufgabe zu, die Nachricht zu dementieren.

Berühmt wurde die Truppe durch ein gestelltes BBC- Interview, in dem angebliche Vertreter der Firma, die für die Chemie-Katastrophe 1984 im indischen Bhopal verantwortlich war, erklärten, ihr Unternehmen werde alle Opfer entschädigen. Das zu dementieren war offenbar nicht so einfach.

Diesmal war Apple das Opfer. Das Unternehmen kündet auf einer (gefakten) Homepage das Erscheinen ihres neuen iPhone 4 Version „CF“ an. CF steht für conflict free und deutet darauf hin, dass die iPhones bisher „politisch unkorrekte Rohstoffe“ (taz) enthielten, um deren Ausbeutung vor allem in Afrika Kriege geführt wurden. Nun können die konflikthaften Geräte in konfliktfreie umgetauscht werden.

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