Kann, was mit „xeno“ beginnt, noch versöhnlich enden? „Transplantation“ ist ein solcher Versuch, verloren Geglaubtes noch zu drehen und zu retten. Doch meist ist es vergebene Liebesmüh, denn was nicht zusammengehört, wächst meist auch nicht zusammen.
Im Klartext: In einer Situation, da Spenderorgane rar sind, ja überhaupt nicht ausreichen, die Nachfrage zu befriedigen, sollen tierische Organe (xenos!) helfen, diesen Mangel ein wenig auszugleichen. Vor allem Organe von Schweinen, die eine ähnliche Körpergröße wie Menschen aufweisen.
Also eine Medizin gegen die Integration von Muslims (und Juden)? Gegen diese Unterstellung haben sich die Initiatoren wohl schon abgesichert. Im Koran ist die Transplantation von Schweinenieren nirgendwo verboten, sagte einer der Forscher, ganz ernsthaft. Wie gut, wenn das Glaubensdogma lange vor der Industriellen Revolution und dem, was danach kam, formuliert wurde. Doch man stelle sich einmal vor, was geschähe, wenn ein Muslim mit einer israelischen Schweine(!)leber herumliefe! Oder gar ein Israeli mit einem palästinensischen Herzen. Nicht auszudenken. Allein schon die Skrupel des Empfängers würden ausreichen, ihm die Brust zu sprengen. Da ist es mit „Zwei Herzen, ach ….“ nicht getan.
Apropos „sprengt mir die Brust“: Sind Organempfänger nicht geborene Selbstmordattentäter? Die ihre physische Integrität nur deshalb aufrecht- erhalten, um leichter ferngesteuert werden zu können.
Schluss mit diesem Leichtsinn! Wir fordern nach Tucholsky: Deutsche, zieht euch nur deutsche Bauchspeicheldrüsen rein!
Immerhin, etwas Gutes hat die Entwicklung: Muslimen wie Juden wird einmal mehr vor Augen geführt, wie nahe sie sich im Grunde sind. Aber das ist vielleicht gerade das Schlimme. Denn Brüder haben kein gutes Blatt in der Bibel.