Die Bundesregierung hat eine Kommission eingesetzt, die ergründen soll, wie die Energiewende, also der Ausstieg aus der Atomenergie hin zu nachhaltigen Energien am kostengünstigsten zu bewerkstelligen sei und wie man damit auch noch Geld verdienen kann. Der Vorsitzende dieser Kommission gab im Radio ein Interview, in dem er gefühlte zehn Mal wiederholte: „… wir sind unterwegs.“
Wahrscheinlich wollte er sagen, man sei auf einem guten Weg, tat das dann aber doch nicht, sondern beließ es dabei, die Bewegung als solche zu verkünden. Warum? Das wird sein Geheimnis bleiben, obwohl ihn eine Lüge hier ein Mehr an Unverschämtheit auch nicht gekostet hätte. So verläuft sich schließlich alles in purer Unverbindlichkeit: Wir sind unterwegs.
Es ist zu befürchten, dass eine weitere Kommission ihre Arbeit aufnehmen muss, um herauszufinden, wohin die erste entschwunden ist. Daran dass sie unterwegs ist, nimmt ja niemand Anstoß. Man hätte nur gern gewusst, wohin.
Aber vielleicht weiß sie das selbst ja nicht. Dann wiederum hätte der Mann die Wahrheit gesagt. Und wir haben es nicht gemerkt.