Ferdinand Piech, Mr. VW, hat seine Ehefrau in den Aufsichtsrat seines Konzerns berufen. Doch die Frauen, die das kommentieren, freuen sich nicht. Warum sollten sie auch? Eine Frau als Spitzenmanagerin von des Gatten Gnade? Es gibt Besseres.
Es gibt aber auch Schlechteres: Gar keine Frau im Aufsichtsrat. Mal ehrlich, Frauen: Irgendwo muss man doch anfangen, die Torte zu essen. Ist es nicht egal wo? Warum also nicht die Schwäche von Topmanagern für die eigene Frau (Beispiele s. taz vom 19.4.2012, Titelseite) oder das schlechte Gewissen ihr gegenüber nutzen, um den Deich zu Bersten zu bringen? Nach dem Motto: Ist die Frau erst integriert, gebraucht sie die Macht ganz ungeniert. Oder: Einmal Frau, immer Frau.
Nach der Managergattin kräht doch später kein Hahn mehr! Wichtig ist, dass die Frau in Spitzenpositionen sich als ganz selbstverständlich in unseren Köpfen festsetzt. So wie die Busfahrerin. Oder die Richterin. Vor einhundert Jahren war es außergewöhnlich, dass eine Frau studierte. Und heute? Die Mehrzahl der Studenten ist weiblich. Und die Jungs müssen um ihren Studienerfolg bangen.
Selbst wenn sie als Alibi-Frauen gedacht sein sollten, – sie werden unweigerlich zu Türöffnerinnen. Und irgendwann kommt das Spiel sicher auch in der nächsten Etage an. Warum also nicht ein, zwei, drei Trojanische Pferde schlucken? Wenn es doch der guten Sache dient!