Seit es Computer gibt, die sprechen können, nervt eine Frauenstimme, die ihre Botschaft, und sei sie noch so banal, wie von Fanfaren getragen in den Äther schmettert. Etwa beim Hinweis auf Internetseiten zu einem gerade angesprochenen Thema:

„Und wenn Sie mehr wissen wollen zu [es folgt das jeweilige Thema], schauen Sie unter … nach.“

Wie rechtfertigt sich eigentlich diese Euphorie in der Stimme, dieses Triumphgeheul? Dieses lässige Wippen mit den Stimmbändern, wie bei einem Boxer, der erst scheinbar nachgibt, um dann zum entscheidenden Schlag auszuholen. Doch wer ist der Gegner? Die herkömmlichen Medien, denen man eins ausgewischt hat?

Schwer zu sagen, was die Produzenten solch informationeller Klingeltöne sich dabei gedacht haben. Doch sie könnten sich um etwas mehr Vielfalt, dem jeweiligen Thema angemessen, bemühen, um den Hinweis nicht wie die Real-Discount-Werbespots klingen zu lassen: „Und wenn Sie Ihren Kaffee gern stark trinken – wir haben auch Hanteln.“