Ein Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin versucht im Inforadio die Unterschiede in der schauspielerischen Arbeitsweise in Theater und Fernsehen deutlich zu machen. Im Theater stünden dem Schauspieler verschiedene darstellerische Tricks zur Verfügung, um etwa Rührung zu zeigen. Im TV dagegen müsse der Schauspieler selber gerührt sein, um diese Stimmung authentisch rüberbringen zu können. „Diese Rührung kann ich transparent machen, also sichtbar.“

Mal abgesehen davon, dass es nicht darum geht, Rührung sichtbar oder unsichtbar zu machen, sondern beim Betrachter auszulösen: Entweder etwas ist transparent, dann ist es unsichtbar, oder es ist sichtbar, dann ist es nicht transparent.

„Seelenblähungen“ nannte mein Kunstlehrer in der Schule derartige Verirrungen der Gedanken im Sprachlichen.