Beklagt wurde der zunehmende Trend, Jugendliche in Sendungen für Jugendliche vorwiegend in den Privatsendern, der Lächerlichkeit preiszugeben. Erwähnt wurde das Ungeschick eines Jungen, dem es nicht gelungen war, Spuren unreiner Haut rechtzeitig vor Beginn der Sendung zu beseitigen. Millionen von Zuschauern hätten sich, stimuliert von der Jury, an der Verlegenheit des Opfers geweidet.

Befragt zu diesem Vorfall wurde die Geschäftsführerin der Produktionsfirma. Und der fiel nichts besseres ein, als darauf hinzuweisen, dass die Reaktion der Mitschüler auf dem Pausenhof unermeßlich drastischer ausgefallen wäre. Mag sein. Aber seit wann überlassen wir es dem Mitschüler-Mob, zu beurteilen, was der Würde des Menschen angemessen sei und was nicht. Sollen sie doch gerade erst darin unterwiesen werdem.