Das Europa-Parlament ist, so scheint es, voller Europa-Gegner. Das ist eine an sich schon komplizierte Situation, die zumindest in formaler Hinsicht fatalerweise an die „Machtergreifung“ der Nazis 1933 erinnert. Wenn man dann noch Abgeordnete dieses Hauses aus Großbritannien arrogant näselnd sich von der Vertretung der Völker Europas distanzieren hörte dann fragt man sich, warum in aller Welt die sich in eine Institution haben wählen lassen, für die sich nur Spott und Hohn übrig haben.

Es gibt einmal die Gegner eines vereinigten Europa an sich, aber dann auch andere, die nicht akzeptieren wollen, dass alle gleich behandelt werden.

Eine solche Gruppe ist die „Alternative für Deutschland“ (AfD), deren Sprecherin jüngst einen originellen Vorschlag machte. Man müsse, um künftig Finanzkrisen vorbeugen zu können, erwägen, zwei unterschiedlich bewertete Euro-Zonen zu schaffen, deren südliche mit dem „Süd-Euro“ zahlen solle, der gegenüber dem „eigentlichen“ Euro (den Ausdruck „Nord-Euro“ vermied sie) deutlich abgewertet sein solle.

Und wer zahlt das alles? Natürlich wir Deutschen! Hat ja sonst kaum noch jemand Geld. Dann aber sollte gleich ein Handelsmonopol für Aldi-Süd in dieser Zone eingefügt werden (entsprechendes in der Nordzone), damit das Geld im Hause bleibt.