Spiele waren schon immer von zentraler, weil kompensatorischer Funktion für die Menschheit, vor allem für deren ärmeren Teil. Für diesen erfand man sogar die Religion, weil er sich Opium nicht leisten konnte. Religion sei kein Spiel? Woher kommen dann die quantitativen Elemente (Rosenkranz, Dauer von Riten und vieles mehr) in fast allen Religionen
Ganz zu schweigen vom Klassischen Altertum, wo die (immerhin säkularen) Spiele zum Instrument der Politik avancierten. Und? Heute? Ist es anders? Es geht um Computerspiele. Kinderkram, werden einige denken, die sich noch – gern oder widerwillig – an Game Boy und Super Mario vergangener Jahrzehnte erinnern.
Kinderkram? Denkste! Heute werden gestandene Fachhochschulen ausge- zeichnet, wenn sie einen besonders erfolgreichen Fachbereich für Spiele-Design großgezogen haben. So geschehen in Berlin, wo diese Fachhochschule den Kern einer Zukunftsstadt (Berlin-Schöneweide) bilden soll.
Und wie viel Geld fließt, wenn es sich um Olympische Spiele handelt, oder auch nur die Vorbereitung darauf, weiß wohl ein jeder. Die Ökonomie einer jeden Epoche hat ihre Leitbranche, der sich die anderen unterordnen, ihr zuarbeiten. Heute sind es Sport und Spiel.
Und wenn schon: Brot stinkt ja nicht.