Alle wollen sie Charlie sein, Charlie Hebdo, das Idol absolutistischer Gedankenfreiheit. Die gibt es bei uns ja schon seit mindestens dem Mittelalter. Ich weiß nicht, wie alt Charlie ist, aber vielleicht alt genug, uns etwas zu erzählen von der Zeit damals, als die islamischen Türken Europa im Würgegriff hielten. Und als für einen winzigen Moment so etwas wie eine europäische Solidarität aufglänzte. Der wohl ersten europäischen Armee unter Führung des polnischen Königs Jan Sobieski gelang es, den Vormarsch der Osmanen zu stoppen. Nur als es dann um die Vermarktung des Erfolgs ging, war jeder auf sich allein gestellt. Immerhin gelang es einigen, sich einen „Beutetürken“ zu sichern und mit nach Haus zu neh- men. Na und vom Kaffee hat auch jeder was abbekommen.

Nun greifen sie wieder an, nicht nur die Türken allein, sondern die Muslime oder besser: Islamisten überhaupt. Und ganz Europa solidarisiert sich: Regierungschefs aller Ebenen und Länder, urbane Businessmen, Kulturschaffende und Penner Und nicht nur sie, auch Objekte dürfen diesmal mit ran. Dem Vernehmen nach soll der Pfadwechsel zur Zeit des

Kalten Krieges, bekannt als

„Checkpoint Charlie“ umbenannt werden:

In „Checkpoint Charlie Hebdo“.