Deutschlands Elite ist gerade dabei, sich entbehrlich zu machen, Brettern die einen im Stil der Dreikönigstreffen die Ski-Pisten runter, kommen dabei selber zu Tode oder bringen andere dorthin, so gefällt`s den anderen so gut auf schlüpfrigem Schnee, dass sie partout nicht zu bewegen sind, heimkehrend in die Niederungen heimischer Politik hinab zu steigen, selbst wenn dort „die Hütte brennt“ (Buschkowsky über Wowereit).

Weniger sportlich Begabte widmen ihre Freizeit der Frage, wo parke ich meine sauer erworbenen Millionen, um die bestmögliche Rendite zu erzielen, aber auch, um dem Staat ein Schnippchen zu schlagen. Denn der will – das stelle man sich einmal vor – damit Schulen oder gar Schlimmeres bauen. Reihenweise haben sie dieser Tage ihre Betrugsversuche eingestehen müssen, voller Unverständnis gegenüber der Forderung, sie, die ohnehin Reichen – hätten sich angemessen an der Finanzierung des Gemeinwesens zu beteiligen.

Es ist möglicherweise eine Charaktereigenschaft der Eliten, etwas weiter zu denken als der gemeine Bürger. So denken sie etwa darüber nach, wenn sie eines Tages aus der Heimat vertrieben werden sollten – die abschreckenden Beispiele der Nazizeit vor Augen (Walter Benjamin, Arnold Schönberg, die Mann-Brothers etc.) – wie sie sich dagegen zur Wehr setzen könnten. Oder zumindest doch, wie sie dafür Rache nehmen könnten. Sie schworen sich, nicht mit ihren Ersparnissen dazu beizutragen, dass erneut ein Unrechtsstaat auf deutschem Boden sich ausbreiten kann. Um sicher zu gehen – wer weiß schon, was in der Zukunft auf uns zukommen wird – wollten sie schließlich gar keinen Staat mehr finanziell unterstützen – steuerliche Totalverweigerer, Der Gedanke hinter diesem Konzept ist einfach, aber einleuchtend: Wenn ich jemanden erschlage, . der keinen Schaden mehr anrichten.

Der volkswirtschaftliche Schaden des Ski-Hooliganismus geht in die Millionen. Minister müssen gehen – mit Pension, neue kommen – sie erhalten volle Bezüge. Staatssekretäre, die als Vertraute der Minister gelten, werden ausgetauscht, Pension siehe oben!

Steuerersparnis, vor allem wenn sie derart als Akt der Selbstverteidigung daher kommt, ist nicht verbietbar, Skifahren dagegen schon. Dann können sich Politiker mit dem Hinweis auf höhere Gewalt nicht mehr ihrer Verantwortung entziehen.

Merke: Wenn`s der Kuh zu wohl ist, geht sie aufs Eis (alte Bauernweisheit)