Metaphern, sagt man, sind das Salz der Sprache. Zu untersuchen, welche Metaphern, genauer: Metaphern aus welchen Bereichen im Laufe der Jahre top sind, wäre eine lohnende Aufgabe, erfährt man doch viel über den Zeitgeist.
Es gibt Bilder aus der Handwerkerwelt (“Maß nehmen”), zweifelsohne gehören sie zu den Ältesten. Neuere entstammen der Welt technisch- indus- trieller Produktion („an den Stellschrauben drehen“), andere wiederum bedienen sich kaufmännischer Expertise („die Kosten einpreisen“). Sie sind relativ jung.Doch heute hörte ich etwas, was ich überhaupt nicht einordnen kann: „Er (Minister Ramsauer) hat sich einen schlanken Fuß gemacht.“ Donnerwetter, war der etwa tanzen?
Was tun? Wo nachsehen? Herkömmliche Archive geben da wohl wenig her. Also Wikipedia! Doch nach Durchsicht des kurzem und ergebnislosem Schlagabtausch anonymisierter Kombattanten lande ich bei „der perfekte Schuh“, „Fuß Hornhaut“ und schließlich gar „Polyneuropathie“!Von sprachlich-kuturellem Allgemeingut kann also nicht die Rede sein, eher von einer Nischen-Methapher.
Am erhellendsten für den deutschen Sprach-Föderalismus fand ich den einleitenden Schlagabtausch. Er sei hier im Original zitiert: Als “hilfreichste Antwort” ausgezeichnet wurde vom Fragesteller
ANTWORT VON RONEU 01.03.2011 – 9:43 Man hat sich vor etwas gedrückt oder man hat es sich sehr einfach gemacht. Man hätte sich mehr Mühe geben können.
KOMMENTAR VON IWANTTOBELIEVE 01.03.2011 – 9:55
Dafür wird nicht dieser Ausdruck verwendet!
KOMMENTAR VON RONEU 01.03.2011 – 10:29 Im Rheinland schon!