Wenn ein prominenter Fußballverein eine „Klatsche“ bezogen hat, eine in ihrer Deutlichkeit unerwartete Niederlage, dann werden die „Verantwort- lichen“ von Journalisten nach Konsequenzen gefragt. Da sich aber so kurz nach dem Ereignis niemand os recht aus dem Fenster lehnen will, wohl in der Sorge, auch der eigene Kopf könne von herabstürzenden Köpfen anderer gefährdet sein, wird gern zu beschwichtigenden Formeln gegriffen.

Der Satz, den man in solchen Situationen häufig zu hören bekommt, lautet: „Wir werden erst einmal eine Nacht darüber schlafen und dann analysieren“. Diese Formulierung soll einerseits signalisieren, dass man den Ernst der Lage erkannt hat, dass man aber auch nicht bereit ist, sich von den Medien treiben zu lassen. Heißes Herz, aber kühler Kopf. Denn im Schlaf regeneriert man sich, so dass man nachher die Dinge mit Abstand und daher klarer sehen kann.

Wer aber kann nach einem solchen Ereignis ruhig schlafen, wenn er ein echter Maniak ist?