RBB Inforadio ausgestrahlt werden. Das bringt sicher ganz hübsch was ein. Richtig lukrativ aber wird’s zu den hohen kirchlichen und sonstigen Feiertagen. Da werden die Wissenschaftsbeiträge des Herrn X im Stil einer Warteschleife gesendet. Wie macht der Mann das nur! Den ganzen Tag über plätschern immer die gleichen Texte über den Äther, gefühlte zwanzig Mal. Was der verdienen muss! Natürlich, die Kollegen feiern derweil Weihnachten zu Hause oder auf Mallorca, im Studio sind nur die Nachrichtensprecher und Moderatoren vom Dienst. Und wo ist Herr X? Im Studio jedenfalls nicht, alle seine Beiträge sind ja Konserven, teilweise dicht vor dem Verfallsdatum. Da fragt man sich doch unwillkürlich: Warum nur werden ausgerechnet seine Beiträge so häufig in Wiederholung gesendet?

In der deutschen Sprache gibt es eine saubere Trennung zwischen „Weihnachtsfest“ und „Weihnachtsgeschäft“, auch wenn letzteres neuerdings nicht nur vor ersterem, sondern auch danach stattzufinden scheint.

Vielleicht gibt es ja unter den Hörern des Inforadios einen Fanclub, der Herrn X gar nicht oft genug hören kann. Aber dann sollte der Sender seinen übrigen Hörern das sagen und nicht so tun, als seien die Beiträge des Herrn X gottgewollt! Das verstehe ich unter einem demokratischen, transparenten Rundfunk (und Fernsehen), der seine Hörer – alle! – einbezieht. einbezieht.