Was ist los mit unserer Ökonomie, besonders mit dem Handel? Fast täglich bringt mir die Post Werbesendungen, die mir schöne Dinge oder Reisen anbieten zu exorbitant hohen Preisen. Da finden sich Schiffsreisen zu mehr als 1000 Euro, Bildungsreisen, die mehrere einhundert Euro kosten. Und wenn man sich eine Zeitung zur Probe kommen lässt, dann bringt die gleich noch eine Armbanduhr oder anderes mit. Das neue Handy, Smartphone oder Tablet gibt`s ohnehin für einen Euro.

Da fragt man sich, wie die eigentlich kalkulieren. Aber zu deren Alchemistenküchen haben wir keinen Zugang. (Chor der Konsumenten: „Wir müssen leider draußen bleiben!“). Ich besitze diverse Armbanduhren (bedingt einsatzbereit), mehrere Flachbildschirme. Und noch so einiges mehr an Krimskrams.

Können die so einfach mit Gegenständen um sich werfen und uns weis machen, die seien „eigens für Sie, lieber Herr XYZ“ gemacht worden. Na toll!!! Und von wem?

Da werden die Preise hochgesetzt, das Produkt (auch eine Dienstleistung ist ja heutzutage ein Produkt, die Schwester des „Formats“. Ein Format ist gewissermaßen der Wechselrahmen für verschiedene Produkte) künstlich verteuert, um sie gleich danach wieder abzusenken oder dem Käufer eine „Wertschrift“ auszuhändigen, damit der sich arglos an dem Schnäppchen erfreuen kann. Zeitgleich mit dem Angebot erreicht mich nämlich ein (fingierter) Scheck mit einer Gutschrift über just jenen Betrag den ich gerade erst eingespart hatte.

Fassen wir zusammen: Mir wird etwas zu einem hohen Preis angeboten. Mit derselben Post aber wird mir mitgeteilt, dass man im Traum nicht daran denkt, mir als langjährigem, treuen Kunden (der ich gar nicht bin) so viel Geld abzunehmen.

So kommt es schließlich dazu, dass ich als Kunde , der sich geschmeichelt fühlt, etwas kaufe, was ich gar nicht brauche, Und dabei sogar noch spare!

Das ist die Potemkinsche Ökonomie.