Ich weiß nicht mehr, von wem im Radio die Rede war. Erst der folgende Satz ließ mich hochschrecken und brannte sich in mein verbales Gedächtnis ein: „[X] wurde Volkswirt und später Vater einer Tochter.“

Ein Schelm, der da an Wilhelm Busch denkt. „Vater werden ist nicht schwer […]“. Und Volkswirt? Na, aber hallo! Für letzteres gibt es Studiengänge an Universitäten und anderen Hochschulen. Für ersteres aber? Da muss man sich schon allein durchwursteln, was dann auch geschieht, mit wechselndem Erfolg.

Nein, ich dachte spontan nicht an Wilhelm Busch, sondern an Peter Müller. Nicht den jetzt aus der Politik aussteigenden Ministerpräsidenten des Saarlandes, sondern an einen namensgleichen Boxer aus Köln, prominent in den fünfziger Jahren. Der wurde dank seiner primatengleichen Intelligenz „de Aap“ genannt, verwechselte auch schon mal seinen Gegner mit dem Schiri und war auch sonst von herzerfrischender Fröhlichkeit bei dauerhafter Erfolglosigkeit.

Er wurde zum Sinnbild des Sportlers mit großen Muskeln und kleinem Hirn, was sich in dem ihm zugeschriebenen Satz ausdrückt: „Ich heiße Peter Müller und Sie herzlich willkommen.“ (Dass dieser Ausspruch ein fake sein muss, zeigt sich an der Verwendung der Anrede „Sie“, die Müller meines Wissens gar nicht kannte, geschweige denn benutzte.)

Damit wäre auch geklärt, wie der Volkswirt zum Vater werden kann.