Japanische Passagiere werden für den Personenverkehr der Zukunft konditioniert. Sie wurden unter Fahrenden vieler Nationen ausgewählt, da sie ohnehin als geduldig, diszipliniert und frustrationsresistent gelten.
Durch das Aus- und Einsteigen an Ziel- und Umsteigebahnhöfen geht viel Zeit verloren. Bereits die vorbereitenden Tätigkeiten (Zusammensuchen und Verstauen des Gepäcks, Aufstehen, Warten in einer Reihe von ebenfalls Aussteigewilligen etc.) bewirken ein Absinken des Pegels der inneren Ruhe (PiR), mithin des Wohlgefühls und der Zufriedenheit. Ja, bereits das Sich-Einstellen auf das Aussteigen bedeutet einen erheblichen Zufriedenheitsverlust, der auch durch ein im Höchstmaß geordnetes Aussteigen nicht kompensiert werden kann.
Konstrukteure der privaten Bahngesellschaft JR East entwickelten daher ein Umsteigekonzept, bei dem die Reisenden bereits von Anbeginn in Waggonsegmenten (Module) gebündelt werden unter dem Gesichtspunkt der Übereinstimmung ihres Reiseziels, jener Station also, an der sie den Zug zu verlassen wünschen. Am Exekutionsbahnhof wird das Umsteigemodul dann in Sekundenbruchteilen gegen ein einem anderen Zug entsprechendes ausgetauscht.
Dieser Beförderungsmodultausch (BMT) setzt allerdings voraus, dass eine genügende Anzahl an Passagieren den aktuellen Zug zu verlassen wünscht, um in ein anderes Modul zu wechseln. Anderenfalls müssten die Reisenden mehrstündige Wartezeiten in Kauf nehmen, solange, bis eine signifikante Anzahl von Umsteigewilligen mit gleichem Zielort zusammengekommen ist.
Es ist allerdings nicht Absicht der Bahngesellschaft, defizitäre Kontingente für bestimmte, weniger gefragte Destinationen durch eigens dazu eingestelltes Personal aufzustocken, damit jeder Reisende in der Gewissheit den Zug besteigen kann, ihn auch dort wieder verlassen zu können, wo er dies zu tun beabsichtigte.
Erwogen wird hingegen, bei nicht direktem Erreichen des individuellen Reiseziels dem Fahrgast die Kilometerzahl bis dorthin gutzuschreiben (Arbeitsbegriff: „Miles and less“), die er bis zum Erreichen seines eigentlichen Reiseziels zu Fuß zurücklegen muss. Hat er Gutschriften über eine bestimmte Kilometerzahl beisammen, wird beim nächsten nicht-direkten Erreichen eines Reiseziels eigens für ihn ein Sonderzug eingesetzt.
Leider ist es nicht die Deutsche Bahn, die solche Konzepte ausbrütet. Ich wäre gern bereit, für sie zu Fuß zu gehen, – meilenweit!