Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hält sich zur Zeit in Kuba auf. Nicht als Staatsbesucher, auch nicht zum Vergnügen. Und schon gar nicht als Flüchtling. Nein, er ist krank, kubanische Ärzte sollen ihn heilen.
Das ist nichts Ungewöhnliches, maghrebinische Diktatoren tun es, auch afrikanische, warum also nicht auch südamerikanische (Achtung!) Staatsmänner. Nur tun sie es in der Regel in hoch entwickelten Ländern, vorwiegend den so genannten „westlichen“. Kuba gehört nicht dazu. Ist es also eine Demonstration sozialistischer Solidarität? Immerhin haben die den alten Fidel ja auch einigermaßen wieder hingekriegt.
Um sich aber eine medizinische Behandlung als Geste der Solidarität leisten zu können, geht es Chávez offensichtlich zu schlecht. Liest man die Meldungen genau, fällt das Wort „Noteingriff“ auf. Das wird also pressiert haben. „Fliegen Sie den nächsten Flughafen an.“
Mehr noch als die „Not-“ aber macht mich der Zweitbestandteil „-eingriff“ stutzig. Meine Unterhosen haben auch einen. Wie mag da ein Noteingriff aussehen?