Angesichts der grassierenden Hilflosigkeit in der Einschätzung des Streiks und seiner Protagonisten („Der Streik an sich ist ja nicht falsch.“ „Das ist schon in Ordnung, aber der arrogante Typ geht mir aufn Sack!“ „Also da hab ich ja nun gar kein Verständnis für“. Den Rest überlasse ich dem „Stern“ und seiner Witzecke: „Die zehn häufigsten Sätze.“ So muss ich auf meinen Kommentar und diesbezüglichen Vorschlag hier an dieser Stelle und vor gar nicht so langer Zeit verweisen und den streiklüsternen Eisenbahnern zurufen: „Leute, ihr streikt falsch! Um eure Masse und die Argumentation sachgerecht einzusetzen, solltet ihr dort zuschlagen, wo es richtig weh tut. Ihr könntet so euer Ziel viel schneller erreichen und dabei auch noch die Fahrgäste hinter euch bringen, Haut euch doch nicht mit den Bonzen gegenseitig die Köpfe ein (die fahren sowieso Auto, nicht Bahn), sondern verweigert einfach den blinden Gehorsam. Kontrolliert die Fahrkarten nicht, lasst die Paxe reisen wie sie lustig sind. Ihr könnt nur siegen, wenn ihr den Frontverlauf ändert! Nicht verkaufte oder bezahlte Karten – das schlägt sich in den Büchern nieder und nur das zählt. Vergeudet eure Energie und Fantasie nicht in Indianerspielchen, zeigt den Bossen, was euer starker Arm so alles vermag! Und die Fahrgäste werden es euch danken.“
Rauchzeichen aus Mediastan