Heute bin ich wieder fündig geworden, schließlich nähern wir uns dem Osterfest mit seinem Suchritual. In einem Tratsch-Bericht der taz (23.3.2011, S. 17, „Flimmern + Rauschen“) über ARD-interne Reibereien finden sich zwei Wortneuschöpfungen: „Die Sekretärsgeneralin“ (Überschrift) für die Generalsekretärin des ARD, die bei ihrer Berufung als Sekretärin gedacht war und doch versuchte die Chefin zu spielen. Sie hat ihren Arbeitgeber verklagt (unter anderem wegen Diskriminierung), nicht zuletzt wohl, um so ihre Wiederwahl für eine weitere Amtszeit nach dem 30. Juni 2011 zu sichern.

Heute nun kämpft sie gegen diejenigen Mächtigen in der ARD, die ihre Installierung einst betrieben haben und das ausdrücklich „gegen den Willen vieler ARD-Hierarchen“. Ist das nicht ein Hammerwort? „Hierarch, der“, männlich natürlich: Ich sehe ihn buchstäblich vor mir: aalglatt mit nach hinten gegelten Haaren, etwa wie der raunende Mann in der „Sesamstraße“ („Genau!), der dir ans Innenfutter geheftete Uhren anzudrehen suchte. Die grauen Mäuse der Macht, richtig schön allerdings erst im Plural. Stolpersteine für die Elite. Die Hierarchen, – klingt irgendwie nach griechischer Tragödie im Mafia-Milieu