Die Mitarbeiter großer Unternehmen sind manchmal bis an die Grenze des Erträglichen gefordert, besonders, wenn sie von den Kunden geschäftsdienliche Informationen erfragen. Ikea fordert deshalb seine Kunden auf, den Kassierer beim Erfragen der Postleitzahl zu „unterstützen“. Wie mag das gehen? Die Fragestellung übernehmen? Oder die Fragestellung besonders attraktiv formulieren? Eine einfache Antwort jedenfalls scheint nicht auszureichen.

Ein anderer Fall: Anruf bei der Telekom, das isdn hat sich aufgehängt. In einer schier endlosen Warteschleife ertönt immer wieder der Satz: „… Sie werden gleich zu ihrem Berater durchgestellt, der Ihnen bei Ihren Fragen und Wünschen helfen wird.“ Diesmal also umgekehrt, der Mitarbeiter hilft mir beim Fragen. Oder?

Was also soll dieser neoliberale Quatsch? Merkt denn niemand, dass der Berater nicht beim Fragen behilflich sein soll, sondern beim Beantworten? Das sei doch selbstverständlich, wenden Sie ein? Na, und warum sagt man es dann nicht so?