Es ist noch nicht lange her, das stürmten in Paris zwei schwerbewaffnete Islamisten die Redaktionskonferenz der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo und strecken mit Automatikwaffen den Großteil der anwesenden Redakteure nieder. Wir berichteten darüber und kommentierten die Reaktion der Öffentlichkeit.
Neulich betrat ich meinen S-Bahnhof und sah auf der anderen Seite der Schienen ein riesiges Poster, das einen neuen Film bewarb. Das war nichts besonderes, passiert mindestens einmal pro Woche.
Doch dann schaute ich genauer hin, weil die frauenmäßig verschleierten Heroinen irgendwie sehr männlich aussahen. Der Film trug den Titel: „Jacky. Im Königreich der Frauen“. Hm, nicht gerade mein Lieblingsgenre, aber das muss wohl auch sein. Erst zum Schluss entdeckte ich den Clou: Auf der untersten Zeile stand:
„Eine Komödie des Charlie Hebdo Autors Raid Sattouf“
In dem offiziellen Flyer aber fehlt dieser Hinweis. Zumindest in dem deutschsprachigen. Komödie von Raid Sattouf
So rasch vermag eine Komödie sich in eine Tragödie zu wandeln. Und aus einer Katastrophe eine Farce werden. Und Geld kann man ziemlich immer damit machen.