Neulich habe ich mich an dieser Stelle über den Spruch quod erat demonstrandum als gewissermaßen verbales „Jingle“ einer Sendereihe zum Wissenschaftsjahr mokiert. Inzwischen habe ich etwas von der Logik dieser Kennzeichnung begriffen. Denn andere Sendereihen des Inforadios nutzen diesen genetischen Fingerabdruck ebenfalls.
Besonders ist mir der Abspann des „Medienmagazins“ in den Ohren hängen geblieben. Aus dem Off ertönt eine geheimnisvoll umflorte Stimme und verkündet: „Vergessen Sie nicht, Ihre Antennen zu erden!“ Ist das ernst gemeint? Eine Metapher? Retro? Ich weiß es nicht.
Andere Sendungen wie „Aufgegabelt“, das Restaurantmagazin, entlassen den Hörer in seinen eher grauen Küchenalltag mit den biederen Worten: „Kochen Sie gut für sich und Ihre Gäste“.
Dabei wäre es doch so einfach, dem Hörer einen augenzwinkernden Spruch unterzujubeln. „Denkste!“ als geisteswissenschaftliche Alternative zu dem unsäglich biederen quod erat demonstrandum habe ich bereits an anderer Stelle vorgeschlagen. Die Kochsendung könnte sich mit „Lassen Sie nichts anbrennen!“ verabschieden. Ältere unter uns werden auch mit dem Klassiker „Sonntags bleibt die Küche kalt, …“ etwas anzufangen wissen. Und das Filmmagazin „Abgedreht“? Ziemlich fad. Wie wär’s mit: „Ich schau dir in die Augen, Kleines!“. Und für Radiobastler statt des sibyllinischen Antennen-Spruchs: „GEZ is watching you!“