Heute Morgen unter der Dusche hörte ich, wie immer, Inforadio, nie versiegender Born sprachlicher Entgleisungen. 15 Minuten nach einer vollen Stunde sind Sportnachrichten dran, Mutter aller Blütensammlungen. Da die Bundesliga pausiert, hörte ich mit nur geringer Aufmerksamkeit zu, als sich ein Eispaarlauf-Trainer über Probleme beim Vorbereiten seiner Schützlinge auf die gerade anlaufenden Wettbewerbe ausließ. Doch dann fiel ein Satz, der mich hellwach machte: Es bedürfe einer hervorragenden Einstellung und Konzentration, – und nun wörtlich - , „die Mädchen wegzuschmeißen“. Der Mann, das sei zu seiner Ehrenrettung gesagt, zögerte bei dem Wort ein wenig, so als wollte er eigentlich sagen: „wegzuschleudern“, doch der Sprung auf ein ethisch höher gelegenes Sprachniveau gelang ihm nicht, er griff zu dem, was ihm sein Sprachzentrum als nächstliegend anbot. Man möchte dem Trainer zurufen: Warum so kleinmütig? Bei der genetischen Ausstattung von uns Männern, sollte das doch weiß Gott nicht schwer fallen! Die mentale Einstellung ist vorhanden, fehlt nur noch die Physis. Das müsste doch hinzubekommen sein.
Rauchzeichen aus Mediastan