Pierre Boulez wird 85, er ist aus diesem Anlass nach Berlin gekommen und dirigiert hier einige Konzerte, auch mit eigenen Werken. Diese hat Boulez oft mehrmals umgearbeitet, arrangiert für verschiedene Besetzungen oder einfach nur fortgeschrieben, indem er für alte Probleme neue Lösungen fand, die sich an anderer Stelle ergeben hatten.

Kein Stück blieb verschont von der Veränderungsbesessenheit. Warum auch? Es gibt doch nichts, das fertig ist.

Dazu sagt mein schlaues Radio: Diese Stücke zeichnen ein Komponisten- leben gewissermaßen als work in progress.

Ist nicht auch jedes Leben ein life in progress? Wir wissen ja nicht, was noch kommt..