In unserem bürgerlichen Leben sind wir bemüht, alles von uns fern zu halten, was unsere Lebenspläne scheitern lassen könnte. Und sollte alles schief gehen, sind wir versichert. Doch dann rennen wir ins Theater, um uns anzusehen, wie andere von den Lebenskatastrophen pulverisiert, hinweggefegt werden. Eine Ersatzhandlung? Ein Vermeidungszauber? Voodoo? Vielleicht wirken die religiösen Ursprünge des Theaters ja noch heute nach.

anlässlich eines taz-Interviews mit Martin Wuttke