Von der Anpassungsfähigkeit der Großstadtkrähen wird berichtet, sich bei der Nahrungszubereitung moderner technischer Hilfsmittel zu bedienen: Werfen wohlschmeckender Walnüsse auf die Dächer Wall’scher Wartehäuschen, Nutzung Naturgummibeschichteter Autoräder als Nussknacker. Natürlich sind das Berliner Krähen, die solche Zeichen von Intelligenz zu erkennen geben, und der Berichterstatter – Hallo Alem! – ist stolz, dass es sich um Landsleute handelt, so als könnten die Vögel auch noch krächzen: „Ich bin ein Berliner!“ Oder aktuell: „Be Berlin!“

Und nun kommt’s: Alem möchte in seiner Verblendung und seinem provinziellen Stolz wissen, ob die Krähen anderer Metropolen in der Evolution auch schon so weit vorangeschritten seien.

Von den Krähen in Paris, London und New York weiß ich nichts. Aber aus Tokyo kann ich ihm berichten: Die Schnäbel der Tiere sind bereits zu Essstäbchen mutiert, mit denen sie sich an die nicht verzehrten Sushi heranmachen, die versnobte Japaner liegen gelassen haben. Es gilt in bestimmten Kreisen als unfein, alles aufzuessen! Vielleicht waren sie ja auch nur radioaktiv kontaminiert, die Sushi. Im Gegensatz zu den Menschen verfügen die Krähen noch über keine Geigerzähler. Noch nicht.