Der 200. Blog will geschrieben werden. Aus aktuellem Anlass lasse ich Theodor Fontane das Wort. Bewegt durch den Einsturz einer Eisenbahnbrücke über den schottischen Fluss Tay kurz nach Weihnachten des Jahres 1879, ein Unglück, bei dem ein vollbesetzter Zug mit in die Fluten gerissen wurde, hat er eine Ballade geschrieben, die hier ausdrücklich als dem Restrisiko gewidmet verstanden sein soll. Sie kulminiert in dem Satz:
„Tand, Tand, Ist das Gebilde von Menschenhand“.
Das befinden drei Hexen, entlehnt aus Shakespeares „Macbeth“, in deren nornenhafte Verschwörung die Schilderung des Geschehens eingebettet ist. Angetreten sind sie, dem Menschen seine Grenzen aufzuzeigen.
Mal nachlesen! Zum Beispiel:
http://www.handmann.phantasus.de/g_brueckamtay.html
Jeder technische Fortschritt hat noch seinen Preis gefordert: Brücken stürzten ein, Eisenbahnzüge sprangen aus den Schienen, Flugzeuge stürzten ab. Doch in den meisten Fällen haben sich die späteren Opfer in Kenntnis des Risikos diesen Gefahren ausgeliefert.
Bei den Atomkraftwerken ist das anders: Niemand fragt die Bewohner im Gefahrenbereich, ob sie mit dem Meiler einverstanden sind. Eines Tages steht dann so ein Ding in ihrem Vorgarten …