Das Spiel hat seine Höhepunkte bereits hinter sich, alles ist klar. Die Reporter aber müssen die verbleibenden Minuten noch nachwürzen, damit das Publikum nicht wegknickt und die Quote gehalten wird. Da greifen sie schon mal zu Reizwörtern, um dem Spiel das zuzuschreiben, was es selber nicht hergibt.

Ein Sprecher und eine Sprecherin lösen sich ab beim Versuch, das Geschehen verbal zu toppen. Vor allem der Kollegin unterlaufen dabei Formulierungen, bei denen man nicht so genau weiß oder wissen möchte, was gewollt und was ungewollt über ihren Lippen gekommen ist.

Kostprobe (annähernd O-Ton): „… der (gemeint ist ein Spieler) ist Peruaner, na ich will nicht sagen: ein Schlitzohr. Aber er weiß genau, wann er sich schon mal hinlegen muss …“. An anderer Stelle bescheinigt sie dem gegnerischen Torwart, er beherrsche das Repertoire der Spielverzögerung, vom – na? Genau: Hinlegen bis um Weißichwas.

Und wir, was sagen wir dazu? Wir singen mit Weill-Brecht den Barbara-Song: „Ja da kann man sich doch nicht nur hinlegen …“

Etwa als Grand Opera? (Vergleiche dazu Brechts Vorrede zur Bezahlbarkeit von Opern)

Oder lieber als „Sex in the city“? Grenzgängerisch?

Oder doch zurück zum Original?

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Kaum hat die Debatte um Homosexualität im Profi-Fußball Fahrt aufgenommen, nun auch das noch!