Alba-Berlin, Spitzen-Basketball-Team aus der Hauptstadt unterliegt in der best-of-five-Finalrunde gegen den Provinzverein Brose Baskets Bamberg, der allerdings amtierender deutscher Meister ist. Hinterher stellt sich der Alba-Manager einem Interview. Die Anmoderation von RBB-Inforadio verspricht, dieser werde dem Sieger „fair gratulieren“.
Was man darunter zu verstehen hat, führte der dann anschaulich vor: Natürlich sei der Gegner eine hervorragende Mannschaft, die dauerhaft auf hohem Niveau agiere etc. „Aber wir waren nicht schlechter, vielmehr …“ Und dann schlägt die Hauptstadt-Arroganz gnadenlos zu. So sehr, dass man sich hinterher fragt, wer denn eigentlich gewonnen habe.
Den siegreichen Gegner loben bedeutet, sich selbst loben, – ein uraltes dialektisches Prinzip. Was hätte der Mann wohl gesagt, wenn Alba deutscher Meister geworden wäre?
In diesen Zusammenhang passt folgende Fehlermeldung (aus: Zeit Online vom 19.6.2011):
Peinlicher Fehler bei Berlins Hauptsponsor: Obwohl die Brose Baskets Bamberg am Samstagabend zum vierten Mal die deutsche Basketball-Meisterschaft gewannen, gratulierte die Alba-Group den Hauptstädtern mit einer Werbeanzeige zum Titelgewinn. „Wir stehen hinter ALBA! Genau wie Bamberg … Deutscher Meister 2011“, hieß es in der Werbung, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 2 Uhr morgens auf der Basketball-Internetplattform „schoenen-dank.de“ auftauchte und bei den Fans für reichlich Gelächter sorgte. Die Anzeige des Müllentsorgungs-Unternehmens wurde für den Fall des Titelgewinns der „Albatrosse“ vorbereitet und soll fälschlicherweise freigeschaltet worden sein. Wer für den Fehler verantwortlich ist, war am Sonntag noch unklar.