Ein Israeli, 21 Jahre jung, bereiste Europa, wie das viele junge Menschen in seinem Alter halt so tun. So wie wir seinerzeit trampten, per Anhalter fuhren, sehr zum Unbehagen der Eltern. Und manch eineR bezahlte diese Neugierde mit dem Leben.
Der Israeli zog wohl immer der Nase lang, in den Tag hinein, bis irgendwann das Geld alle war. Er wandte sich in Berlin an die Botschaft seines Landes, die stellten den Kontakt zur Jüdischen Gemeinde in Berlin her, fanden auch ein Hostel, wo er preisgünstig übernachten konnte.
Irgendwann dort lernte er einen jungen Albaner kennen, der in ähnlicher Weise Europa kennenzulernen versuchte. Kurze Zeit später war der Israeli tot, erschlagen von dem Albaner, auch wenn dessen Täterschaft offiziös noch als „mutmaßliche“ etikettiert wird. Niemand weiß aus welchem Motiv, auf welche Weise.
Nur wenige Tage später wurde der Albaner gefasst, in Tschechien, wohin er sich in der Zwischenzeit abgesetzt hatte. Die Polizei ist sich ihrer Sache ziemlich sicher, was schon der europäische Haftbefehl anzeigt, mit dem nach dem mutmaßlichen Täter gefahndet wurde.
Und ist heilfroh, dass sie so schnell fündig geworden ist. Ein Sprecher stellte voller Genugtuung fest: „Wir freuen uns sehr über diesen schönen (sic!) Fahndungserfolg“