Der Tag begann wie fast jeder der vorhergegangenen: das Wetter Schauer-lich, kalauerte die taz, mehrere Dutzend Tote in Kiew, als Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstranten eröffneten (und vielleicht auch umgekehrt), Staus auf den Straßen und so weiter. „Sie müssen für Ihre Fahrt auf der Leipziger Straße zwischen Wilhelm- und Friedrichstraße rund eine halbe Stunde mehr rechnen“, hieß es abschließend. Der Grund: „Berichten zufolge sind ein Pkw und ein Fußgänger zusammengestoßen.“
Die Fußgänger werden auch immer dreister! Früher, als die Hierarchie der Fortbewegungsmöglichkeiten noch in Ordnung war, hätte der Pkw einfach den Fußgänger umgebrettert, dass es seine Art hatte. Kaum ein Tag verging damals, an dem die Zeitungen nicht einen toten Fußgänger mehr in ihre Strichliste eingetragen hätten.
Der Fußgänger von heute aber scheint besser auf die Gefährnisse des Großstadtlebens eingestellt zu sein, das Stahlblech der Autos war früher wohl auch stabiler. Jedenfalls stoßen die Fußgänger heute zurück.
Hoffentlich ist dem Pkw nichts passiert.