Es gibt Zeiten, da dümpelt auch meine Lieblingszeitung, die taz, sprachlich eher lustlos dahin. Um dann schlagartig zu explodieren, oft wenn es auf Weihnachten zugeht und die Kür zum Jahreswort an die Tür klopft.

Heute war solch ein Tag voll origineller Wortneuschöpfungen, die dem Leser die Augen zur besseren Wahrnehmung der Wirklichkeit öffneten. Denn was wüssten wir über die Welt und ihr Werden ohne solche Knaller wie „Problemkomödie“, „Geschmackssoziologe“ oder „Überzeugungspreuße“? Und wo der „Geschmackssoziologe“ waltet, ist das „Geschmacksbürgertum“ nicht weit. Fehlt nur der „Berufsmigrant“, dann hätten wir ein ziemlich detailgetreues Abbild unseres Heute.

Weiter so, taz. Wir aber werden die Augen offen halten, damit uns nicht solche Schmankerl nicht zwischen den Geschmacksknospen hindurch flutschen.