Seit vergangenem Winter haben sich Asylbewerber überwiegend aus Afrika auf Berliner Boden festgekrallt. Sie sind nicht bereit, ihre Insel preis zu geben, ehe sie nicht den angestrebten Flüchtlingsstatus erhalten haben. Dagegen steht die massive Front der deutschen Gesetze. Das ist in anderen Ländern auch nicht anders, doch da kann man die Beaten wenigstens bestechen. Das kann man hier auch, wie Transparency International festgestellt hat, aber was hat ein Flüchtling schon zu bieten?

Immerhin stehen einige kreative Gruppen hinter ihnen. Die bescheren der Öffentlichkeit von Zeit zu Zeit originelle Aktionen, die sie nachdenklich machen sollen Zuletzt wurden die Gedenkkreuze für sieben so genannte Maueropfer gestohlen bzw. ausgeliehen, um an anderer Stelle auf die Grenzopfer an der EU (Außen) Grenze zwischen Marokko und der spanischen Enklave Melilla aufmerksam zu machen und so der Öffentlichkeit eine neue Perspektive zu verschaffen.

https://www.indiegogo.com/projects/erster-europaischer-mauerfall

Doch die Öffentlichkeit schreit empört auf; Wie kann man unsere Freiheitshelden im Kampf gegen die kommunistische Diktatur mit den Schmarotzern aus Afrika vergleichen, die nur unsere Jobs, unsere Frauen oder Autos haben wollen.

Tatsächlich gibt es den kleinen, feinen Unterschied zwischen politischen und Wirtschaftsflüchtlingen. Nur die ersteren haben eine Chance hierbleiben zu dürfen. Auf die Wirtschaftsflüchtlinge blickt man scheel hinunter, will sie so schnell wie möglich wieder loswerden.

Vorsicht Leute! Der Schritt vom „Politischen“ zum „Wirtschaftler“ ist ein Selbstläufer. In vielen Staaten ist es es üblich geworden, die politischen Gegner der Herrschenden über ihre ökonomische Schwächung auszuhebeln. Oft reicht auch nur ein vager Verdacht, die Nähe zu einem Bankrotteur, gefälschte Dokumente oder einfach nur Gerüchte.

Nein, Wirtschaft und Politik sind auf das engste miteinander verwoben. Oder um es mit den Worten des amerikanischen Präsidentenberaters James Carville (unter Clinton) zu sagen: „It`s the economy, stupid“. Brecht hatte es noch lakonischer auf den Punkt gebracht: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral.“