Die folgenden Tage verbrachte ich damit zu überlegen, wie man einige der in der Problem-Gemengelage enthaltenen Zwickligkeiten neutralisieren könne. Vor allem beschäftigte mich die Frage, wie Meinungsfreiheit und Verbot der Blasphemie zusammen zu kriegen seien, also die Antwort auf die Frage, wann Blasphemie von der Meinungsfreiheit gedeckt werde und wann nicht. Ich war bereit, auch radikaleren Ansätzen zu folgen, hatte gewissermaßen das Schwert schon in der Hand. Allein mir fehlte der Knoten, den ich zu durchschlagen hatte.
Doch das war nur eine Frage der Zeit. Und schwupps da war sie schon, die Lösung!
Es ist ganz einfach: Jeder kann die eigene Religionsgemeinschaft nach Strich und Faden lächerlich machen. Damit wäre die Meinungsfreiheit gesichert, jedenfalls die eigene. Angehörige anderer Religionsgemeinschaften und deren Dogmatik aber müssen respektiert werden. Und das Blasphemieverbot wäre gesicheMan kann eben nicht immer alles, hic et nunc, haben.