titelt die taz gestern in Anlehnung an einen bekannten Hollywood-Film. Denkste – könnte man heute fortfahren: Der Keim der gesuchten Varietät wurde in Frischgemüseresten in einer Mülltonne dingfest gemacht. Die Mülltonne gehört einer Familie, die ihre Essensreste in die Tonne entsorgt hat. Alle waren an der Ehec erkrankt. Wenn das keine Indizienkette ist!

Bleibt nur die Frage, wie die Behörden mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen umgehen. Man will die Menschen zu bedingungsloser Hygiene anhalten, heißt es. Ist das alles? Nein, das darf nicht alles gewesen sein. Den Menschen muß nachdrücklichst klar gemacht werden, dass eines überhaupt nicht geht: aus der Mülltonne essen.

Doch die FDP will einen solchen Aufruf nicht mittragen. Hartz-V-Empfänger könnten daraus den völlig abwegigen Schluss herleiten, ihnen müssten vom Staat Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit sie davon Abstand nehmen, die köstlichen Lebensmittel aus der Tonne in ihren Speiseplan einzubeziehen. Ein zusätzlicher Geldbetrag aber in die Hände von Asozialen könnte diese der spätrömischen Dekadenz anheim fallen lassen, fürchtet die Partei Westerwelles. Nein, dann schon lieber Ehec. Schließlich gibt es eine gute Nachricht in diesem Zusammenhang: Bei weitem nicht alle Erkrankten sterben auch an Ehec.


Ehec: weiß noch jemand, was das ist? sagt es uns:„Das EHEC (Abkürzung von enterohämorrhagische Escherichia coli) ist ein Bakterium, das lebensgefährliche Darminfekte verursacht.“ Bei Epidemien erkrankten 1996 in Japan Tausende von Kindergartenkindern, wenige Jahre später auch in den USA, wo die Erkrankung sogar Tote forderte.