Seit Wochen, ach Monaten rollt eine Streikwelle über die deutsche Volkswirtschaft hinweg, wie sie zuvor kaum jemals beobachtet wurde. Wieso jet zt? Nun, ich denke, der Grund ist einsichtig: Wer Privatisierung sagt, muss auch Streik sagen.
Vorreiter waren die Eisenbahner, dann in bunter, wechselnder Folge die Piloten, Kindergärtnerinnen, auch angestellte Lehrer waren zwischendurch immer wieder mal dabei. Heut nun wurde ein großer Streik der Postzusteller angekündigt.
Ungewiss ist bis zur Stunde, ob sich die Email-Zusteller diesem Streik anschließen werden. Aus gut unterrichteten Kreisen ist jedoch zu hören, dass die Email-Zusteller mit ihren Arbeitsbedingungen alles andere als zufrieden sind: zu enge Kabel, durch die manchmal Botschaften nur unter äußerstem Druck hindurch gequetscht werden können. Auch fürchten viele die gefährlichen scharfen Kurvenfahrten bei prekären Meldungen, die schon bei manch einem Mitarbeiter ein Schleudertrauma hervorgerufen haben. In diesem Fall fordern sie eine Absenkung der Mindestgeschwindigkeit.
Die Blogger haben ebenfalls noch keine einheitliche Linie gefunden. Einerseits sympathisieren sie mit den Überbringern ihrer Botschaften, andererseits weisen sie darauf hin, dass schon in der griechischen Antike die Überbringer schlechter Botschaften getötet wurden. So sehen sie in dem heutigen Zustand einen erheblichen Fortschritt, sie warnen, die errungenen Privilegien leichtfertig aufs Spiel zu setzen.