Wolf Biermann ist 78 und schreibt noch immer Liebesbriefe! Toll!! Dazu bedient er sich nicht nur einfach seiner gewaltigen Lebenserfahrung oder lässt sich durch die Hagen-Damen bemusen. Nein, Wolf greift tiefer, er geht aufs Ganze, zieht die Bibel zu Rate. Es ist auch keine gewöhnliche Bibel sondern eine aus dem Jahr 1732. Wahrscheinlich handelt es sich um eine jugendfreie Ausgabe, denn wenn man bedenkt, was die damals so alles geschrieben haben, so`n vor-aufklärerischen Schweinkram.
Die Bibel als Liebesbriefsteller scheint ein guter Griff gewesen zu sein, denn von Biermanns Liebesleben hört man ja nichts Schlechtes, Doch nun ist ein Malheur passiert. Die Bibel ist weg! Einfach weg, ratzeputze weg. Einbrecher sind in die Liebeshöhlen des Barden eingedrungen und haben alle Erinnerungsstücke mitgehen lassen: Tagebücher, Briefe, na und eben die alte Liebes-Bibel. Wie schreibt nun der Biermann seine Liebesbriefe?
Doch der Sänger braucht nicht lange auf das Wesentlichste im Leben zu verzichten, Eine glückliche Fügung wollte es, dass ein Bauarbeiter im Hamburger „Dreck“ eben diese Bibel fand. Und nun kann Wolf Biermann, auch ohne an Gott zu glauben, wieder Liebesbriefe schreiben. Wir wüssten allerdings gern, wem?
Moment mal! Uns trennen zwar nur ein paar Jährchen, also um der Fantasie auf die Sprünge zu helfen … . aber muss es eine Bibel von 1732 sein?
Wie, die Bibel habe nur die Erinnerung wachgehalten, dass da mal …? Kann ich mir nicht vorstellen!