Kaum hatte ich meine Stimme gegen die metaphorische Abqualifizierung einer dritten Schulter erhoben (6.2.2011), da holt die wissenschaftliche Realität den Bilderstreit ein: Schwedische Wissenschaftler hätten in einer Versuchsreihe Probanden mit einem zusätzlichen, dritten – rechten – Arm aus Gummi ausgestattet und dann deren Wahrnehmung dieses Sachverhalts durch eine spezielle Versuchsanordnung unterlaufen.
Wenn nun der Versuchsleiter die natürlichen Arme sowie den künstlichen simultan mit einer kleinen Bürste an der gleichen Stelle berührte, dann löste das im Gehirn einen Konflikt aus, weil dieses sich entscheiden musste, welche der drei Arme es als die eigenen anerkennen wolle. Zur Überraschung der Forscher entschied sich das Gehirn mehrheitlich (nicht quantifiziert) für die beiden rechten Arme, von denen einer natürlich falsch sein musste.
Es bleibt also offenbar bei zwei Schultern als Grundausstattung (für zwei Arme), doch darunter befindet sich eine falsche. Wäre uns geholfen, wenn wir den linken Arm (natürlich nur bei Rechtshändern) amputieren ließen?