Wie ein gleißender Komet rast ein Modewort auf uns zu. Zugegeben, es ist nicht mehr ganz neu, doch hat es in letzter Zeit an Fahrt gewonnen. Nicht zuletzt wegen einer synergetischen Verwechslung mit einem anderen Wort gegensätzlicher Bedeutung. Die Rede ist von „geschuldet“ und „gedankt“. Man sollte meinen, das sei etwas anderes, doch in der Praxis erweist sich, dass der Unterschied zwischen Dank und Schuld kaum noch wahrgenommen wird. Kein Wunder, sprechen wir doch auch von Dankesschuld.

So war im Inforadio zu hören, den hohen Überschüssen sei es geschuldet, dass die Krankenkassen ihre Rücklagen aufstocken. Mag ja sein, zumindest aus der Perspektive der Versicherten, dass dies ein schuldhafter Vorgang war. Ob es aber auch so gemeint war?

Wir bleiben dem einzigartig symbiotischen Verhältnis von Schuld und Dank auf der Spur.