Jetzt, zu Beginn der Spargelzeit, wurde ein Berliner Star-Koch zu dem Edelgemüse interviewt. Er sagte verschiedene drollige Sachen, etwa: Wenn er in Baden-Württemberg leben würde, fände er vermutlich den Schwetzinger Spargel am schmackhaftesten. Hier in Berlin aber gefalle ihm der Beelitzer am besten. Früher sagte man: Reisen bildet, heute verdummt der Reisende offenbar. Auf die Frage nach der Zubereitung des Spargels wies er auf das „Viergang-Menü“ seines Hauses hin. Bei diesem werde der Spargel in eins, zwei, drei, ach ja: vier Varianten kredenzt. Wer hätte das gedacht! Auch wenn es irgendwie nach Finger Abzählen klang.

Viergang-Menü statt Viergänge-Menü. Jede Zeit sucht sich ihre sprachlichen Ausdrucksmittel in jenen thematischen Bereichen, die gerade hoch im Kurs stehen. Wen wundert also die Anleihe bei der Automobiltechnik?

Zu gern gewusst allerdings hätte ich, ob bei dem Spargelmenü auch ein Rückwärtsgang vorgesehen ist.